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Machtpolitik im Mittleren Osten

Was wollen die Russen mit Afghanistan?

 

Brückenkopf AfghanistanDer Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan hat im Dezember 1979 die Weltöffentlichkeit alanniert. Aber dem Grad der allgemeinen Betroffenheit entsprachen und entsprechen weder die verfügbaren Informationen noch die Analysen darüber, welche Interessen eigentlich hinter diesem militärischen Abenteuer ohne Aussicht auf einen Sieg stehen.

Wilhelm Dietl legt die erste ausführliche Bestandsaufnahme aller relevanten Faktoren vor; er hat sie in langwierigen, teils lebensgefährlichen Reisen in Afghanistan und den angrenzenden Staaten recherchiert. Kritisch untersucht er die unterschiedlichen Rollen, mit denen alle Anrainer und auch die USA in den Konflikt verwickelt sind.

 

Der durchaus verwegenen Art Dietis, seine Recherchen zu schreiben, verdankt der Leser fesselnde Reportagen. So gelingt es dem Autor erstmals, die Invasion der sowjetischen Truppen derart präzis nachzuvollziehen, als habe er die Panzerkolonnen und Transportmaschinen des Marschalls Sergej Leonidowitsch Sokolow selbst begleitet.

 

Dietl hat selbst mit führenden Persönlichkeiten des theokratischen Iran, der muslimischen Republiken der Sowjetunion, der Militärdiktatur Pakistan und der dominierenden, aber innerlich zerrissenen Regionalmacht Indien gesprochen. Deren Aussagen, eine Fülle von Beobachtungen sowie historische Riickblen den belegen, daß der Konflikt um Afghanistan in Wahrheit internationale Dimensionen besitzt und von erheblicherTragweite für die Politik in allen Anrainer-Staaten der gesamten Region ist: der Weg zur Macht im Mittleren Osten führt unweigerlich über den » Brückenkopf Afghanistan«.

 

Zum Autor:

Wilhelm Dietl ist seit 1971 Journalist.

Redakteurausbildung bei der »Mittelbayerischen Zeitung« in Regensburg. Anschließend war er für zwei Jahre bei der »Süddeutsch Zeitung«, weitere zwei Jahre bei der »Quick«. In dieser Zeit konnte er an allen Brennpunkten der Weltpolitik (besonders intensiv im Nahen Osten) viele Erfahrungen sammeln. Er arbeitet heute als freier Autor, unter anderem für das Nachrichtenmagazin »Der Spiegel und für die »Quick«. Bei Kindler erschien 1983 sein Buch »Heiliger Krieg für Allah«, in dem Wilhelm Dietl hautnah über die weltweit akti islamische Bewegung berichtet.

 

Wilhelm Dietl

Brückenkopf Afghanistan

Machtpolitik im Mittleren Osten.

Ca. 352 Seiten mit 67 Abb.

im Text. ISBN 3-463-00871-8

 

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