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Falken aus dem SBU

stecken hinter der Ermordung Nemzows.

Während der heutigen Pressekonferenz in Berlin legte der langjährige Investigativ-Journalist, Buch-Autor und EX-BND Mitarbeiter Wilhelm Dietl einen umfangreichen Bericht zur Ermordung des russischen Oppositionspolitikers Boris Nemzow, vor.

Eine Gruppe deutschsprachiger Experten, seit vielen Jahren Dietl gut bekannt und verbunden, recherchierten in der Arbeitsgruppe „Ost-Objektiv“ über ein Jahr die Hintergründe der Ermordung.

Die gesamte Faktenkette wurde sorgfältig unter der Regie und Expertise von Dietl zusammengetragen und in einem über 30-seitigen Bericht zusammengefasst.

Dabei kommt Dietl mit den Co-Autoren zu dem Schluss, dass Falken des SBU mindestens ein halbes Jahr die Ermordung des Nemzow vorbereiteten, um einen „russischen Majdan“ auszulösen.

Nicht zufällig wurde daher die symbolische Nähe zum Kreml gewählt – um zugegeben ungeschickter Weise – eine falsche Fährte zu legen.

Es ist jedoch, so Dietl, typisch für den SBU, zwar technisch gut betreffend Signal-Intelligence, aber umso unfähiger im analytischen Bereich zu sein.

Objektive Analysen zu erstellen habe beim SBU keine Tradition, diese sei eher zu finden im Fertigen geschönter Berichte für die Vorgesetzten.

Daher haben sich die Falken im SBU verspekuliert – ein russischer Majdan - welcher der implodierenden ukrainischen Armee an der Donbas Front zu Gute hätte kommen sollen - blieb aus.

Nicht nur Nemzow pflegte enge Kontakte nach Kiew und war dort oft zu Gast. War er doch bereits während der Orangenen Revolution Berater Juschtschenkos. Umso geeigneter erschien den Falken deshalb die Auswahl Nemzows als Auslöser von Bürgerprotesten im Umfeld des Jahrestags des Kiewer Majdan. Dazu bediente man sich einer tschetschenischen Zelle, die sich bereits seit mindestens September 2014 operativ mit dem Anschlag befasste.

Nicht nur sind die jahrelangen Verbindungen zwischen Zaur Dadayev und Akhemd Zakayev bekannt, sondern es bestätigte Apti Bolothanov vom tschetschenischen Bataillon „Smert“, dass Zakayev in einer Sonderoperation des SBU eliminiert wurde.

Genau jener Zakayev fand sich gemeinsam mit dem Terroristenfüher Dokka Umarov auf der Liste der „tschetschenischen Exilregierung“ in London.

Wir wissen ebenfalls“, so Dietl, „, dass Munayev und Osmaev Kontakte zum ukrainischen SBU-Dienst unterhielten. Auch das Verschwinden der Anna Durizkaja, Begleiterin des Nemzow am Abend der Ermordung, wirft viele Fragen auf, welche jedoch vorerst unbeantwortet bleiben, da sie sich derzeit noch unter unbekannter Anschrift in Kiew aufhält und schweigt. Fraglich ist nicht nur, wieso sie unbeschadet blieb und abgetaucht ist, sondern vielmehr, weshalb sie unbedingt diese Route zu Fuß gewählt hat, auf welcher Nemzow erschossen wurde.

Dietl und die Gruppe „Ost-Objektiv“ sehen also in der Ermordung Nemzows den dilettantischen Versuch einiger Falken des SBU mit Hilfe extremistischer tschetschenischer Handlanger einen russischen Majdan auslösen zu wollen.

Dietl geht ferner davon aus, dass diese Aktion nicht mit der Regierung in Kiew abgesprochen war, sondern isoliert stattfand und sich zu einem Bumerang entwickelte.

Nicht zuletzt daher, musste neben Boris Nemzow, mit Issa Munayev, einer der Täter sterben, um die Spuren der wahren Hintermänner zu verschleiern.

Jedenfalls, so versichert Dietl abschließend, werden wir von „Ost-Objektiv“ an dem Fall dranbleiben und noch zusätzliche Fakten zur Untermauerung der heutigen Präsentation nachlegen.

Hier können Sie den Bericht "Arbeitsgruppe Ost-Objektiv" herunterladen. (Größe: 299 kB; Downloads bisher: 3711; Letzter Download am: 18.11.2017)

 

Доклад

Убийство Бориса Немцова: политические версии год спустя

Часть 1. Роль и место Бориса Немцова в российской политике

DOWNLOAD (Größe: 237 kB; Downloads bisher: 3295; Letzter Download am: 18.11.2017)

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